Schnelles Essen und essen bis sich ein Völlegefühl einstellt, erhöhen das Risiko für Übergewicht

Januar 23, 2010

Wer immer so lange isst, bis sich das Gefühl vollständig satt zu sein bzw. bis sich ein Völlegefühl einstellt, wird langfristig viel eher übergewichtig als derjenige, der das Ende seiner  Mahlzeit nicht danach ausrichtet, ob sich das Gefühl „voll“ zu sein einstellt.

Gleiches  gilt für Menschen, die schnell essen. Auch sie haben ein höheres  Risiko adipös zu werden als diejenigen, die in normaler Zeit die Mahlzeit beenden.  Besonders auffällig: diejenigen, die sowohl so lange essen bis sich ein Völlegefühl einstellt als auch noch schnell essen, haben ein dreimal höheres Risiko übergewichtig zu werden wie diejenigen, die nicht schnell essen oder die nicht bis zu dem Punkt vollständiger Sattheit weiter essen.

(Gibson-Moore H et al. 2009, British Nutrition Foundation Nutrition Bulletin; 34, 54-57).

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Schlafdauer und Appetit

Januar 5, 2010

Ein teilweiser Schlafentzug bzw. ein Schlafdefizit führt zu vermehrten Hungergefühl und einer Zunahme des Appetits (Copinschi 2005). Die Zunahme des Appetits wird von hormonellen Veränderungen begleitet: einem Absinken des Leptinspiegels und einer Zunahme von Ghrelin. Eine chronischer Schlafmangel kann die Entwicklung von Adipositas fördern und stellt einen Risikofaktor für die Entwicklung eines Diabetes mellitus dar (Copinschi 2005, Van Cauter et al. 2007). Die Schlafdauer bei Tieren nach einer Mahlzeit ist eng verbunden mit dem Energiegehalt der letzten Mahlzeit.

Die Glykogenspeicher im Gehirn werden nur während des Schlafs aufgefüllt. Diese Speicher sichern Phasen erhöhten Energiebedarfs des Gehirns unabhängig von Blutglukosespiegel ab. Die mit chronischem Schlafdefizit verbundenen Gedächtnisstörungen/Merkstörungen könnten über diese erniedrigten Glykogenspeicher erklärt werden (Brown 2006).

Stress und Essverhalten

Januar 5, 2010

Chronischer Stress führt zu einem verändertem Essverhalten. Allgemein führen hohe Cortisolspiegel zur vermehrten Aufnahme von besonders „schmackhaften“ Speisen, insbesondere süße und fettreiche Speisen, die eine „belohnende Wirkung“ haben. Dies bestätigt Beobachtungen wonach, z.B. einen erhöhten Schokoladenkonsum als „Stressnahrung“ weit verbreitet ist. Die Gefahr besteht, dass dieses veränderte Essverhalten zur Dauergewohnheit wird und damit auch unter Nicht-Stressbedingungen auftritt. Manche „ungesunden Ernährungsgewohnheiten“ lassen sich möglicherweise allein durch eine Vermeidung von Stress korrigieren (Dallman et al. 2007).
Süße Lebensmittel mit hoher Energiedichte (fetthaltig) werden bevorzugt unter emotionaler Belastung konsumiert. (Nguyen-Michel ST, Unger JB, 2007).

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Zusammenhang zwischen Portionsgröße und Energieaufnahme

Januar 5, 2010

Die bei einer Mahlzeit angebotene Portionsgröße hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Energieaufnahme. Unabhängig vom Hungergrad vor dem Essen wird von großen Portionen regelmäßig mehr gegessen, d.h. die Energieaufnahme ist höher als bei geringeren Portionsgrößen. Rolls und Mitarbeiter (2006) konnten zeigen, dass eine Abnahme der Portionsgröße und eine Abnahme der Energiedichte sich additiv auf die geringere Kalorienzufuhr auswirken. Eine 25%ige Reduktion der Portionsgröße führte zu einer 10% geringeren Energieaufnahme (231 kcal/Tag), während eine 25%ige Verminderung der Energiedichte (z.B. durch Reduktion des Fettanteils) zu einer Abnahme der Gesamtkalorien pro Tag um 24% führte (575 kcal). Dieser Effekt war additiv und blieb auch über mehre Mahlzeiten bestehen. Auch das Hungergefühl war zwischen den Gruppen nicht signifikant verschieden (Rolls 2006). Anzumerken bleibt, dass die gewählte Nahrungsmenge pro Mahlzeit sehr von Gewohnheiten beeinflusst wird. Das heißt die Sättigung bei einem bestimmten Nahrungsvolumen ist gelernt und führt dazu, dass ungefähr immer nach der gleichen aufgenommenen Menge die Mahlzeit beendet wird. Wird die Energiedichte unmerklich geändert, so bleibt das zugeführte Volumen kurzfristig unverändert, aber nach einigen Tagen kommt es zur Kompensation durch eine Erhöhung des Nahrungsvolumens. Eine Mahlzeit mit deutlich reduzierter Energiedichte kann „eingestreut“ in den Alltag, die aufgenommene Kalorienmenge reduzieren, ist also geeignet um z.B. Tagen mit zu hoher Energiezufuhr auch solche mit zu geringer folgen zu lassen.

Eine erhöhte Energiedichte der Mahlzeit als auch eine Zunahme der Portionsgröße führen zu einer höheren Energieaufnahme bei Vorschulkindern. Beide Veränderungen wirken additiv (Fisher JO, Birch LL, AJCN 2007).

Große Essensportionen führen zur erhöhten Energieaufnahme, unabhängig von der Art der angebotenen Speisen und unabhängig vom Körpergewicht. Ein Gewöhnungseffekt mit einer Kompensation der erhöhten Energiezufuhr wird innerhalb von 11 Tagen nicht beobachtet, d.h. eine Gewichtszunahme ist vorprogrammiert (+ 50 % Portionsgröße führen zu ca. 400 kcal Mehraufnahme pro Tag (Rolls BJ. Obesity 2007).

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Ernährung – Sättigung

Januar 5, 2010

Thema Ernährung – Dieser Blog befasst sich mit dem physiologischen Phänomen der Sättigung, einem Zustand, der in der Regel zu einer Beendigung der Nahrungsaufnahme führt. Das Zustandekommen von Sättigung ist ein äußerst komplexer Prozess, der von zahlreichen inneren und äußeren Faktoren beeinflusst wird. Dieser Blog dokumentiert und diskutiert aktuelle wissenschaftliche Beobachtungen zu diesem Thema.
Um der hohen Prävalenz von Übergewicht und Adipositas entgegenwirken zu können, ist vor allem ein besseres Verständnis des Zustandekommens von Sättigung notwendig. Es gilt die Faktoren zu identifizieren, die wesentlich zum Gefühl von Sättigung beitragen. Dieser Blog beschäftigt sich u.a. mit dem Einfluss, den einzelne Nahrungsbestandteile (Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette) auf die Sättigung haben, informiert aber auch über besonders sättigende Lebensmittel.

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Januar 5, 2010

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